Innovationsfelder

Zukunftsweisend und innovativ: In diesen 12 Bereichen bietet Berlin dank exzellenter Forschung auch der Wirtschaft optimale Bedingungen.

Energie und Umwelt

Die Forschungskapazität im Energiebereich ist enorm: In Berlin forschen 500 Experten an einem breiten Spektrum energierelevanter Themen. Das wissenschaftliche Umfeld umfasst drei Berliner Universitäten: TU Berlin, HU Berlin und FU Berlin sowie zwei Universitäten in Brandenburg: BTU Cottbus-Senftenberg und Universität Potsdam. Alleine in Energietechnik-relevanten Studiengängen befinden sich derzeit 5.400 Studierende.

Spezialisierte Absolventen
Viele Berliner Absolventen der Ingenieurwissenschaften haben sich auf Energietechnik spezialisiert – ein entscheidender Standortvorteil der Stadt. In den ca. 6.200 Unternehmen sind in der Hauptstadtregion fast 75.000 Personen beschäftigt und erwirtschaften einen Umsatz von rund 17 Milliarden Euro. Über 6,4 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Berlin entwickeln energieeffiziente Technologien und Produkte oder bieten Energie- und Umweltdienstleistungen an. Hinzu kommen mindestens 250 Unternehmen in der Nachhaltigen Wasserwirtschaft sowie mehr als 400 Unternehmen der Kreislaufwirtschaft.
Berlin gehört nach Bayern und gleichauf mit Hamburg zu den Regionen mit der höchsten Konzentration an Energietechnik-Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Beschäftigten in Deutschland. Berlin ist sowohl Produktionsstandort für Komponenten zur Energieerzeugung und -verteilung als auch Forschungs- und Entwicklungsstandort für energietechnologische Fragen. Mehrere namhafte Energieversorgungsunternehmen bieten ein breites Spektrum energierelevanter Dienstleistungen.
Internationalen Ruf genießt Berlin vor allem in den Bereichen Energienetze, Integration erneuerbarer Energien, Gasturbinentechnik aller Leistungsklassen und Energieeffizienzlösungen für Gebäude und Industrie. Herausragend sind zudem die Kompetenzen in der Umwelttechnik in den Bereichen Klärschlammbehandlung und -recycling, Regenwassermanagement, Mess- und Regeltechnik, grabenlose Kanal- und Rohrbauweise sowie energetische Verwertung von Abfällen und innovative Abfallsortiertechnik.

Forschung zugunsten des Klimas
Ein führendes Beispiel für die Berliner Klimaforschung ist das 2010 vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie gegründete Climate-KIC. Gemeinsam mit Partnern aus den Bereichen Bildung, Forschung und Wissenschaft werden Lösungen für die Innovationsherausforderungen zur Minderung des Klimawandels bzw. zu Anpassung unterstützt. Ziel der Gemeinschaft ist es, Innovationen mit hohem Potenzial anzuregen und zu beschleunigen.

Aktuelle Kooperationswünsche

Geisteswissenschaften

Gesellschaft, Sprache und Kultur – die Geisteswissenschaften beschäftigen sich mit vielen Aspekten, die unseren Alltag prägen. In Deutschland umfassen die Geisteswissenschaften eine Vielzahl von Fächern in diversen Studienbereichen, angefangen von Afrikanistik bis hin zu zentralasiatischen Sprachen und Kulturen. Eine Besonderheit der Berliner Universitäten ist die außergewöhnliche Bandbreite der sogenannten „kleinen Fächer“.

Exzellenz und Vielfalt
An der Spitze steht die Freie Universität Berlin, die besonders im Bereich Geisteswissenschaften Exzellenz und Vielfalt bietet. Die Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien, die Graduate School of North American Studies, die Graduiertenschule für Ostasienstudien und die Graduate School Muslim Cultures and Societies sind Graduiertenschulen, die im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder ausgezeichnet wurden. Das 2007 gegründete Dahlem Humanities Center (DHC) bündelt die deutschlandweit einzigartige Breite geisteswissenschaftlicher Forschung der FU Berlin.

Glanzlicht: Moderne Islamforschung
In der außeruniversitären Forschung sind die Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlin e. V., zu denen das Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS), das Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und das Zentrum Moderner Orient (ZMO) gehören, das Aushängeschild der Hauptstadt. Das Zentrum Moderner Orient gilt im Verbund mit den Universitäten als ein Glanzlicht moderner Islam-forschung. Es beschäftigt sich als einzige Forschungseinrichtung Deutschlands interdisziplinär und in historisch-vergleichender Perspektive mit dem Nahen Osten, Afrika, Zentralasien, Süd- und Südostasien.

Stadtentwicklung und Bautechnik

Städte befinden sich in einem ständigen Entwicklungsprozess und Berlin ist ein besonderes Beispiel für eine sich stets weiterentwickelnde Stadt. Altbauten stehen hier neben Gebäuden aus Glas und Chrom.
Die Hauptstadt wächst dabei immer weiter, so dass auch die dafür erforderliche Infrastruktur bedacht werden muss. Berlin pflegt eine integrierte Stadtentwicklung, d. h. fach- und ressortübergreifendes Handeln, das Einbeziehen aller Akteure der Stadt und das Achtgeben auf das gesamte Wirken der Stadt.

Themenfelder sind:

  • Stadtplanung und Baukultur
  • Wohnen und Mieten
  • Mobilität
  • Umwelt-, Klima- sowie Denkmalschutz

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Physikalische und chemische Grundlagenforschung

Neue Techniken erfordern neue Verfahren und Materialien – in der Medizin, in der Energietechnik und in vielen anderen Bereichen. Dabei profitieren die angewandten Wissenschaften in Berlin von einer breiten Basis physikalischer und chemischer Grundlagenforschung, die in zahlreichen Einrichtungen betrieben wird.

Experimente mit Neutronen und Synchrotronstrahlung
Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Material und Energie ist eines der wenigen Zentren weltweit, das sowohl Experimente mit Neutronen als auch mit Synchrotronstrahlung durchführt. Möglich machen es zwei Großgeräte: der Forschungsreaktor BER II für Experimente mit Neutronen und der Elektronen-speicherring BESSY II, der hochbrillante Synchrotronstrahlung vom Terahertz- bis in den Röntgenbereich erzeugt.
Außerdem hervorzuheben ist das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam-Golm, das in den Gebieten Biomaterialien, Biomolekulare Systeme, Kolloidchemie sowie Theorie & Bio-Systeme forscht.

International einzigartiges Bildungs- und Forschungsangebot
Der Fachbereich Prozesswissenschaften der Technischen Universität Berlin bringt Biotechnologen, Energie- und Verfahrenstechniker, Lebensmittelchemiker und -technologen, technische Umweltschützer und Werkstoffwissenschaftler zusammen und bietet damit ein international einzigartiges Bildungs- und Forschungsangebot im Bereich der prozessorientierten Wissenschaftsdisziplinen.

Separater Fachbereich für Analytische Chemie
In der Analytic City Adlershof arbeiten Forschungseinrichtungen in Kooperation mit großen Firmen zukunftsorientiert an der Optimierung bestehender Verfahren der Materialanalytik und der Entwicklung neuer Methoden an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Anwendung. Die Humboldt-Universität zu Berlin ist hier außerdem eine der wenigen Hochschulen in Deutschland, an der ein separater Fachbereich für Analytische Chemie existiert.
Das Berliner Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft wiederum ist weltweit für seine Forschung im Bereich der allgemeinen physikalischen Chemie bekannt, speziell der Untersuchung von physikalisch-chemischen Vorgängen an Oberflächen und Grenzflächen. Prof. Gerhard Ertl aus dem Fritz-Haber-Institut erhielt für diese Arbeiten 2007 den Nobelpreis für Chemie.

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Kreativwirtschaft und Kultur

Berlin bietet beste Verbindungen zwischen der traditionellen Medienbranche und der digitalen Wirtschaft sowie der Telekommunikationsindustrie. Die Hauptstadt ist zudem eine in Deutschland einzigartige Kulturwirtschaftsmetropole. Als Regierungssitz ist Berlin Zentrum der Nachrichten und des politischen Journalismus.
Die Medien- und Kreativwirtschaft zählt ca. 37.000 Unternehmen, die mehr als 300.000 Erwerbstätige beschäftigen und einen jährlichen Umsatz von rund 30 Mrd. Euro erzielen. Schwerpunkte der Berliner Medienwirtschaft bilden Fernsehen, Nachrichtendienste, Film, Musik, Telekommunikation und Internet sowie Werbung. Allein die Unternehmen der Musikbranche setzen in Berlin jährlich eine Milliarde Euro um. Auch als Event- und Veranstaltungsort ist die Hauptstadt gefragt: In Berlin finden die Berlinale, die Verleihung des Deutschen Filmpreises und des Musikpreises Echo sowie die Berlin Music Week und die Berlin Fashion Week statt.

Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft
Vor allem die Medienbranche bringt laufend innovative Start-up-Unternehmen hervor. Daneben haben einige Branchenriesen ihren Sitz in Berlin. 22 Technologie- und Gründerzentren gibt es in Berlin. In zahlreichen Forschungseinrichtungen kooperieren Wissenschaft und Wirtschaft und der Berliner Senat unterstützt die vielen regionalen Initiativen, Netzwerke und Plattformen, zum Beispiel mit der TSB Technologiestiftung Berlin.
Berlin gilt als Testmarkt für Entwicklungen der Informations- und Telekommunikationsbranche. Die Region hat das größte Glasfasernetz Europas und hat mit der Einführung des terrestrischen digitalen Fernsehens Weichen gestellt. Ein wichtiger Motor im Konvergenzprozess der Medien sind zudem die traditionell stark in Berlin vertretenen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen.

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Optik und Mikrosystemtechnik

In Berlin blickt die Optik auf eine lange Tradition zurück. Bereits vor 100 Jahren hat sich die deutsche Hauptstadt als „City of Lights“ einen Namen gemacht. Heute stehen Optik, Photonik und Mikrosystem-technik aus Berlin Brandenburg als Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts für Innovation und Wachstum. Insbesondere die breit gefächerte wissenschaftliche Exzellenz in diesem Bereich macht die Hauptstadtregion zu einem weltweit attraktiven Hochtechnologiestandort. Die Hauptstadtregion ist mit 390 Unternehmen sowie 36 Hochschulen und Forschungseinrichtungen einer der größten Hochtechnologiestandorte der Branche – mit überdurchschnittlichen Entwicklungszahlen.

Standortvorteile durch kurze Wege und gebündelte Kraft im Cluster
Dabei zeichnen sich Optik, Photonik und Mikrosystemtechnik in Berlin Brandenburg insbesondere durch eine hohe Dichte und Diversifikation von Branchenakteuren aus. Dies schafft ideale Voraussetzungen für den wechselseitigen Transfer zwischen Wissenschaft und Industrie und ist gleichzeitig Treiber für Innovationen in anderen Branchen. Kurze Wege helfen den Akteuren Entwicklungen aus beiden Bereichen zur Marktreife zu führen.
Eine wichtige Anlaufstelle für Wissenschaftler und Unternehmer in den Bereichen optische Technologien und Mikrosystemtechnik stellt dabei das Cluster Optik Berlin Brandenburg dar. Es setzt sich aus den drei Partnern Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, Optec-Berlin-Brandenburg (OpTecBB) e. V. sowie der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB) zusammen und verfolgt das Ziel, Unternehmen und Forschungseinrichtungen den Zugang zu Ressourcen wie Wissen oder Kapital, sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene, zu erleichtern.
So wird im internationalen Vergleich deutlich, dass die Hauptstadtregion mit einer sehr dynamischen Entwicklung zu den führenden Standorten der Photonik zählt:

  • über 4.000 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze entstanden in den letzten 10 Jahren in Wissenschaft und Industrie
  • Umsätze der Unternehmen stiegen im Schnitt um über 7 % jährlich
  • Exportanteil am Gesamtumsatz: 68 %
  • Anteil F&E-Ausgaben gemessen am Gesamtumsatz: 17 %

Vielseitig einsetzbar
Mit ihrem vielfältigen Kompetenzspektrum bilden Optik und Mikrosystemtechnik als Schnittstelle zwischen verschiedenen Technologien häufig die Grundlage für innovative Produkte und Dienstleistungen, etwa in den Bereichen Medizin, Biotechnologie oder Informations- und Kommunikationstechnologie. Nationale und internationale Leuchtturmprojekte, die Zukunftsimpulse für die Region erwarten lassen, fördert Berlin daher besonders. Um diese Entwicklungen weiter voranzutreiben, wurden sechs sog. Handlungsfelder identifiziert:

  • Biomedizinische Optik und Augenoptik
  • Lasertechnik
  • Lichttechnik
  • Mikrosystemtechnik
  • Optik für Kommunikation und Sensorik
  • Optische Analytik

Wirtschafts-, Rechts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften

Zukunftsforschung und Innovationen spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Besonders in Berlin sind sie wesentlicher Bestandteil der Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften. An diversen Fachbereichen von Universitäten und Hochschulen und an den privaten Business Schools wird zu modernen und innovativen Marketing- und Managementkonzepten gelehrt und geforscht. Die Umsetzung von Business-Modellen in die Praxis wird mit zahlreichen Projekten und Aktivitäten unterstützt, z.B. im Labor für Entrepreneurship.
Die Studiengänge der privaten Hochschulen mit wirtschaftlichem Fokus zeichnen sich durch Internationalität und Praxisbezug aus.

Forschung und Beratung
Eine besondere Stärke der Wissenschaftsstadt Berlin im Bereich Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften sind auch die außeruniversitären Institutionen. Mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung beheimatet Berlin das größte Wirtschaftsforschungszentrum in Deutschland. Es betreibt angewandte Forschung auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften sowie wirtschaftspolitische Beratung.

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) konzentriert sich auf problemorientierte Grundlagenforschung. Historiker, Ökonomen, Politologen, Rechtswissenschaftler und Soziologen erforschen hier Entwicklungstendenzen, Anpassungsprobleme und Innovationschancen moderner Gesellschaften und beraten gesellschaftliche und staatliche Institutionen.

Forschungsschwerpunkte des WZB:

  • Bildung, Arbeit und Lebenschancen
  • Markt und Entscheidung
  • Gesellschaft und wirtschaftliche Dynamik
  • Internationale Politik und Recht
  • Wandel politischer Systeme
  • Migration und Diversität

Mathematik und ihre Anwendungen

Als Basiswissenschaft ist die Mathematik der Schlüssel für Innovationen. Durch sie werden viele Produkte und Dienstleistungen erst möglich. Die Berliner Mathematik vereint seit 1. Juni 2014 drei erfolgreiche Einrichtungen - das DFG-Forschungszentrum MATHEON, die Berlin Mathematical School und das Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik – und bündelt ihre Aktivitäten im Einstein-Zentrum für Mathematik (ECMath). Die Mathematik bildet die Grundlage für Schlüsseltechnologien. Die Grundlagenforschung von ECMath soll sich beispielsweise im Bereich der Gesundheitsvorsorge, der erneuerbaren Energien und der optischen Technologien anwenden lassen. Wissenschaftler stellen so die Basis für eine enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft.

Schwerpunkte der Forschungsarbeit sind mathematische Grundlagen für die Bereiche:

  • Klinische Studien
  • Gesundheitswirtschaft
  • Erneuerbare Energien
  • Infrastruktur
  • Optische Technologien

Die Berlin Mathematical School (BMS), eine gemeinsame Graduiertenschule der mathematischen Institute der Freien Universität, Humboldt-Universität und Technischen Universität, ist seit 2006 Teil der Exzellenzinitiative und bietet Studierenden ein anspruchsvolles Studienprogramm vom Bachelor bis zur Promotion.

Life Sciences / Medizin

Die Hauptstadtregion ist einer der wichtigsten Standorte für Life Sciences und Gesundheitswirtschaft in Europa. Dank der einmaligen Vernetzung von Wissenschaft, Gesundheitswirtschaft und klinischen Anwendern zählt die Region zu den führenden wissenschaftsbasierten Gesundheitsregionen über Deutschland hinaus.

Gelungene Mischung aus Wirtschaft und Wissenschaft
Den innovativen Kern bilden über 500 Unternehmen aus Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik sowie 35 große Forschungseinrichtungen und Hochschulen mit Life-Science-Schwerpunkt. Insgesamt gibt es im Cluster Gesundheitswirtschaft – HealthCapital mehr als 20.000 Unternehmen mit über 300.000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von rund 20 Milliarden Euro. Die mehr als 130 Krankenhäuser in der Region sind erfahrene Partner für die klinische Erprobung neuer Produkte mit Zugang zu einem extrem großen und vielfältigen Patientenkollektiv. An der Spitze steht die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Synergien entstehen durch die intensive Vernetzung in den Lebenswissenschaften und die Integration von Schlüsseltechnologien wie IT, Nanotechnologie, Optik und Mikrosystemtechnik sowie Partnern aus Klinik und Wirtschaft.

Federführend im Bereich Life Sciences und Gesundheitsversorgung sind:

  • Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Deutsches Herzzentrum Berlin (eines der renommiertesten und leistungsstärksten Transplantati-onszentren der Welt)
  • Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
  • Institut für Konstruktion, Mikro- und Medizintechnik der Technischen Universität Berlin
  • Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch

Unternehmen finden somit herausragende Entwicklungs- und Kooperationspotenziale mit kurzen Wegen zur Wissenschaft vor. Etablierte Netzwerke optimieren diese Prozesse innerhalb der regionalen Forschungsschwerpunkte.

Aktuelle Kooperationswünsche

20.10.2017 LED Light Coupler

Technische Universität Berlin (Zentrum für geistiges Eigentum)

Informations- und Kommunikationstechnologien

Ohne Fortschritte in der Informations- und Kommunikationstechnik lassen sich innovative Technologien nicht realisieren und gesellschaftliche Entwicklung ist kaum noch denkbar. In Berlin bilden die mehr als 250 technologieorientierten Forschungseinrichtungen ein optimales Umfeld für innovative Unternehmen. 85 wissenschaftliche Institute forschen und lehren auf den Gebieten der Informatik und Software-Entwicklung.

Weichen für die Zukunft gestellt
Berlin hat die Bedeutung der Branche für Wirtschaft und Wissenschaft erkannt: Die Region besitzt das größte Glasfasernetz Europas und stellte entscheidende Weichen, indem sie das digitale terrestrische Fernsehen einführte. Berlin gilt daher als Testmarkt für Entwicklungen der Informations- und Telekommunikationsbranche.
Berlin zählt bundesweit neben München, Hamburg und Köln zu den führenden Standorten der Infor-mations- und Kommunikationstechnologien. Mit dem größten Potenzial an Fachkräften für Informationstechnologien deutschlandweit arbeiten hier in ca. 6.500 Unternehmen fast 72.000 Beschäftigte. Meist sind es spezialisierte Anbieter für Multimedia-Anwendungen und leistungsstarke Unternehmen der Internetbranche. Sie bieten folgende Themenfelder an:

  • Funktechnologien (Sprache und Daten für Wirtschaft und Verbraucher)
  • Kommunikationsdienste (für Daten, Sprache und Video)
  • Mobile Dienste (z. B. Bürger-, Multimedia- und Telematikdienste)
  • Netzwerktechnologien (z. B. Access, Breitbandnetze, Hosting und Housing)

Aktuelle Kooperationswünsche

20.10.2017 Haptic System

Technische Universität Berlin (Zentrum für geistiges Eigentum)

Verkehr und Mobilität

Berlin als Drehscheibe zwischen Ost und West – dank ihrer Lage im Zentrum Europas bietet die Hauptstadt Deutschlands Unternehmen, die sich mit modernen Verkehrstechnologien beschäftigen, beste Voraussetzungen.
In der Hauptstadtregion werden Ideen geboren und in die Tat umgesetzt, um auch in Zukunft umwelt-freundlich und wirtschaftlich mobil zu bleiben. Global Player und junge Unternehmen bilden ein Netzwerk mit Universitäten und innovativen Forschungsverbünden, mit Systemanbietern, Zulieferern und Dienstleistern.

Berlin als Verkehrsknotenpunkt
In der Hauptstadtregion liegt ein europäischer Verkehrsknotenpunkt mit sechs Autobahnen, zehn Haupt- und zwei Hochgeschwindigkeitsstrecken der Bahn sowie drei Wasserstraßen. Mit dem neuen Flughafen BER entstehen die Voraussetzungen, die Region künftig noch besser international zu vernetzen und zu einer bedeutenden Ost-West-Drehscheibe des Kontinents auszubauen.

Europaweit führend
Rund 191.000 Menschen arbeiten in den Bereichen Bahn, Automotive, Luft- und Raumfahrt sowie Logistik und Verkehrstelematik. Zahlreiche Netzwerke und Kooperationen stärken die Branche. Beispiele sind die Berlin-Brandenburg Aerospace Alliance (BBAA), die aus 80 Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Luft- und Raumfahrt besteht und das Netzwerk Kompetenznetz Rail Berlin-Brandenburg (KNRBB), in welchem Unternehmen der Schienenverkehrstechnik organisiert sind.
Fünf technische Hochschulen der Region forschen und lehren im Bereich Verkehr und Logistik – damit führt Berlin europaweit in Forschung und Lehre.
Die Nähe zu den europäischen Wachstumsmärkten und zu führenden Automobilproduzenten macht die Region zu einem bedeutenden Markt für die Automobilindustrie. Berlin ist der einzige Standort in Deutschland mit umfangreicher Präsenz der drei führenden deutschen Hersteller. Auf einzigartige Weise bündeln sich bedeutende F&E-Aktivitäten und hochwertige Produktion am Standort Berlin.
Elektromobilität steht für eine umweltfreundliche und zukunftsfähige Technologie, für die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und für mehr Lebensqualität in den Städten durch weniger Lärm und Abgase. Die komplette Wertschöpfungskette - von Forschung und Entwicklung über Produktion bis zur Erprobung und Anwendung - soll zukünftig in Berlin zu finden sein.
Seit April 2012 ist Berlin-Brandenburg eines von vier deutschen Schaufenstern Elektromobilität, in denen groß angelegte Demonstrationsvorhaben durchgeführt werden. Die Koordination liegt bei der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO.
Berlin bietet für national und international agierende Logistiker optimale Voraussetzungen: Drei Güter-verkehrszentren (GVZ) mit umfassender Infrastruktur, ein sehr gut ausgebautes Schienennetz und Wasserwege der Binnenschifffahrt.
Mit der Technischen Universität verfügt Berlin über eine der größten europäischen Lehr- und Forschungsstätten auf dem Gebiet der Logistik, ergänzt durch namhafte Unternehmen, die eine große Bandbreite von Logistik- und Telematikdienstleistungen entwickeln und global vermarkten.
Berlin ist als traditioneller Standort der Bahntechnik weltbekannt. Die Branche ist ein industrieller Eckpfeiler der Region und gehört zu den wichtigsten industriellen Arbeitgebern. Von mittelständischen Zulieferern bis hin zu Großkonzernen sind alle Bereiche der Wertschöpfungskette vertreten.

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Materialien und Produktionstechnik

Berlin bietet durch eine exzellente Forschungsinfrastruktur im Bereich der Materialwissenschaften und Produktionstechnik beste Voraussetzungen für Wissenschaft und Wirtschaft.
Die hohe Qualität und Wettbewerbsfähigkeit von Produkten aus Deutschland wird durch innovative Mess- und Prüftechniken gesichert. Unter der Leitlinie „Sicherheit in Technik und Chemie“ leistet die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) dazu einen wichtigen Beitrag. Das BAM besitzt eine große Expertise, u. a. in den Themenfeldern Werkstofftechnik, Materialschutz und Oberflächentechnik, chemische Sicherheitstechnik und zerstörungsfreie Prüfung.
Außerdem hervorzuheben sind das Helmholtz Zentrum für Materialien und Energie Berlin (HZB), das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ), das sich mit der Züchtung kristalliner Werkstoffe von der Grundlagenforschung bis zur technologischen Reife beschäftigt, und die in Adlershof ansässigen verschiedenen Institute mit ihren Schwerpunkten wie Molekulare Materialien, Nanomaterialien oder auch Halbleiter und Halbleiterbauelemente.
In Berlin ist mit dem Produktionstechnischen Zentrum PTZ, einem Doppelinstitut aus dem Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) und der TU Berlin mit dem Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF), eine hochkarätige Wissenschaftseinrichtung mit globaler Reputation in der Produktionswissenschaft beheimatet. Die Forschungsaktivitäten zum industriellen Fabrikbetrieb umfassen sowohl die Entwicklung von Prozesstechnologien und Produktionsanlagen als auch deren informationstechnische Modellierung und Simulation. Weitere Schwerpunkte sind die Füge- und Beschichtungstechnik, die Automatisierungstechnik und Werkzeugmaschinen und Fertigungstechniken.
Auch die Berliner Fachhochschulen, wie die Beuth Hochschule für Technik Berlin und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, sind in den Themenfeldern der Produktionswissenschaft gut aufgestellt.
Mit der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt SLV Berlin-Brandenburg befindet sich eine renommierte Forschungseinrichtung für die Themen moderne Leichtbauwerkstoffe und innovative Schweißverfahren in Berlin.

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